So funktioniert eine Motorsense

Das Funktionsprinzip ist bei Motorsense sowie Freischneider absolut identisch: Ein strom- oder benzinbetriebener Motor (meist 2- oder 4 Takt) treibt über eine mechanische Welle ein schnell rotierendes Schneidwerkzeug an. Das kannst du dir ähnlich wie bei einem Häcksler vorstellen.

Der typische Aufbau und die Einzelteile einer Motorsense / eines Freischneiders | Quelle: Wikipedia

Der typische Aufbau und die Einzelteile einer Motorsense / eines Freischneiders | Quelle: Wikipedia

Die meisten 2-Takt oder auch 4-Takt Benzinmotoren arbeiten mit einem Kraftstoffgemisch. Hier gibt es vom Hersteller ganz genaue Vorgaben und Empfehlungen über die Zusammensetzung (beispielsweise: 1:25), die du unbedingt beachten solltest. Das Benzingemisch wird über einen nachfüllbaren Kraftstofftank dem Motor zugeführt.
Bei preisgünstigeren Geräten befindet sich der Motor sehr nah am Boden. Hersteller größerer Geräte platzieren ihm weiter hinten am Griff. So ist der Schwerpunkt ausgeglichener und die Motorsense nicht so frontlastig. Das kommt deinem Rücken und der Haltung zugute. Motorsensen werden in der Regel über zwei ergonomische Griffe gehalten. Das ermöglicht dir das Nachahmen der typischen Sensebewegung.

Zusätzlich ist durch ein Tragegurt langfristiges Arbeiten ohne körperliche Belastung möglich. Hochwertige Maschinen wie die Dolmar bringen bereits komfortable und verstellbare Tragegeschirre mit. Diese lassen sich ähnlich wie ein Rucksack umschnallen und verfügen über eine seitliche Halterung über die du die Motorsense einfach einhängen kannst. Preisgünstigere Geräte begnügen sich meist mit einem einfachen Tragegurt als zusätzliche Stütze – sind aber bei weitem nicht so bequem. In unseren Tests weisen wir gezielt darauf hin, ob die mitgelieferten Tragegurte etwas taugen oder du besser gleich einen hochwertigen mit dazubestellst. Zusätzlich haben wir dir noch Empfehlungen für bequeme und passende Tragegurte zusammengestellt.

Das Schneidewerkzeug am unteren Ende kann verschiedene Ausführungen haben:

Messerscheiben

Messerscheiben gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen und Varianten – je nach Einsatzzweck. Ein zweischneidiges Doppelmesser wird zum Beispiel als typisches Grasschneideblatt bezeichnet. Es eignet sich hervorragend für leichtes Mähen einer Wiese. Sternenförmige Messer bis hin zu Kreissägebättern dagegen plätten auch gröberes Gestrüpp, Sträucher oder verfilztes Gras. Selbst kleine Bäume (ca. 5cm Durchmesser) sind für kraftvolle Motorsensen kein Problem.

Fadenköpfe

Die Schnittfäden sind auf eine Spule gewickelt und werden durch schnelle Rotationsbewegung und Fliehkraft herausgezogen.

Die Schnittfäden sind um eine Spule gewickelt und werden durch schnelle Rotationsbewegung herausgezogen.

Fadenköpfe schlagen Grashalme und leichtes Buschwerk zuverlässig ab. Die Funktionsweise ist einfach: In einem Fadenkopf sind Schnittfäden montiert. Durch die schnelle Rotation des Fadenkopfes zieht es diese Schnittfäden nach außen (Stichwort: Fliehkraft). Diese schlagen dann mit hoher Geschwindigkeit die Grashalme ab.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: die Fäden sind weich, biegsam und flexibel. Treffen sie auf ein festes Hinderniss (wie zB. Holzwand, Mauer, Bäume, Steinkanten), werden diese nicht beschädigt. Damit arbeitest du deutlich schonender als mit Sägeblättern oder Messern.

Unter der enormen Belastung verschleißen die Fäden natürlich auch ab und zu. Bei einfacheren Maschinen, ziehst du nach Belieben den aufgespulten Faden weiter heraus. Ist der letztlich völlig aufgebraucht, setzt du neue Fäden direkt selber in den Fadenkopf ein.
Die preisintensiveren Motorsensen haben da noch einen Trick der dir durch einen halbautomatischen Mechanismus das Nachziehen erleichtert: Indem du das Gerät auf den Boden klopfst und leicht auf Gas drückst, gibt der Fadenkopf von selbst ein weiteres Stück des aufgespulten Fadens frei.

Ein paar weitere Fakten und Tipps zu der Verwendung von Fadenköpfen und Schnittfäden haben wir dir in einem separaten Ratgeber-Artikel aufgeführt.